Bezoare

22. März 2010 | Keine Kommentare | Menschen, Tiere |

Wenn man eine Katze hat, dann kennt man ziemlich sicher dieses unangenehme Würgegeräusch und die Folge davon. Bezoare so genannte Haarballen, die besonders oft bei Langhaarkatzen vorkommen. Durch regelmässiges kämmen der Stubentiger kann dem oft schon vorgebeugt werden.

Weniger bekannt hingegen ist, dass Bezoare auch bei Menschen vorkommen können und dies meist als Begleiterscheinung der Trichotillomanie. Diese Störung der Impulskontrolle bewirkt bei den Betroffenen einen unwiderstehlichen Drang sich die Haare auszureissen. Das kann soweit gehen, dass weite Teile der Kopfhaut unbehaart oder nur mit kurzen, bereits nachgewachsenen Haaren bestückt sind.

Das Verschlucken der ausgerissenen Haare wird Trichophagie genannt und löst besagte Haarballen aus. Diese Komplikation ist sehr gefährlich, denn es kann durch den Bezoar im schlimmsten Falle zu einem Darmverschluss kommen. Haare sind unverdaulich, nicht mal die Magensäure mag ihnen was anhaben.

Ist der Haarballen zu gross, muss er operativ entfernt werden. Es gab Fälle in denen schon mehrere Kilogramm schwere Bezoare aus dem Körper der Betroffenen entfernt wurden.

(Quelle: http://arbroath.blogspot.com/2007_11_18_archive.html)

Eine besondere Rolle kommt den Bezoarsteinen zu, die sich durch den langen Aufenthalt und das ständig herumwälzen bilden (dies insbesondere bei Wiederkäuern, wie Kühen). Sie verfilzen zunächst und bilden dann eine Kruste. Seit je her wird diesen Steinen etwas mystisches zugeschrieben. Sie wurden sowohl zur Entgiftung, wie auch als Schmuck (der Schutz gewährte) genutzt. Noch heute gibt es Menschen die an die heilenden, magischen Kräfte der Bezoarsteine glauben.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Unglaublich was unsere Körper und die unserer vierbeinigen Kollegen so alles zustande bringen!

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