Archiv für April, 2010

Der dunkle Hallimasch

10. April 2010 | Keine Kommentare | Pflanzen

Dieser holzbewohnende Pilz stammt aus der Gattung der Hallimasche. Hauptsächlich kommt er im Sommer und Herbst vor und ist bei rohem Verzehr giftig.

Die an der Oberfläche sichtbaren Pilze sind nur der eine Teil eines meist weit grösseren Geflechts aus Fäden das sich unter der Erde befindet.

In der Schweiz wurde der grösste Hallimasch Europas gefunden, mit der Breite von 800 Metern und einer Länge von 500 Metern. Er ist eine grosse Bedrohung für den Nationalpark, da der Pilz auch lebendig Bäume befällt und sie abtötet.

In Oregon, USA, lebt der grösste bekannte dunkle Hallimasch mit 9 Quadratkilometern und 600 Tonen  Gewicht. Damit ist er das grösste Lebewesen der Welt.

Die Bars von H.R. Giger

09. April 2010 | Keine Kommentare | Wirres Zeug

H.R. Giger ist ein Schweizer Künstler, der unter anderem für das Alien im gleichnamigen Film verantwortlich ist. Auch das Mikrofon des Korn Leadsängers Jonathan Davis ist ein Werk des Künstlers.

Die beiden noch bestehenden Giger Bars, welche auf englisch Skeleton Bars genannt werden, stehen in den Schweizer Städten Chur und Gruyeres. Die beeindruckenden Räume wirken wie Bilder des Künstlers und sind einen Besuch definitiv wert.

Das folgende Bild stammt aus der Bar in Gruyere.

(Quelle: http://www.arrakeen.ch/swiss05/switzerland2005.html)

Afrikanische Wunderbeere

08. April 2010 | Keine Kommentare | Pflanzen

Immer mal wieder kommt es vor, dass in tropischen Gewächshäusern Menschen hinters Licht geführt werden. Besuchern wird zunächst die Wunderbeere angeboten, danach wird ihnen von der neusten Entdeckung erzählt. Süsse Zitronen, welche man sogar degustieren kann. Tatsächlich schmecken diese Früchte süss und natürlich kauft so mancher die Samen. Die Enttäuschung kommt dann, wenn man die erste eigene Zitrone probiert. Sie sind handelsübliche Früchte und sind sauer wie eh und je.

Was ist hier passiert? Nun die afrikanische Wunderbeere enthält einen Wirkstoff Namens Miraculin (lat.: Wunder), der die Sauerrezeptoren auf der Zunge blockiert. Alles was sauer ist, schmeckt nach dem Verzehr der Beere für einige Zeit süss. Sogar Essig kriegt einen angenehmen Geschmack.

Also für mich steht fest, sollte ich jemals in eines dieser Länder kommen, werde ich diese Frucht probieren.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Der Schützenfisch

07. April 2010 | 1 Kommentar | Tiere

Schützenfische sind Wunder der Evolution. Diese Tiere haben eine Jagdtechnik entwickelt, die unglaublich faszinierend ist. Mithilfe eines Wasserstrahls aus ihrem Maul, schiessen sie Insekten von Pflanzen hinunter. Dabei stellen sie ihre Treffsicherheit unter Beweis, indem einige von ihnen noch auf vier Meter Distanz ein wenige Zentimeter grosses Objekt erbeuten.

Doch damit nicht genug, der Schützenfisch hat noch mehr zu bieten. Bei Forschungen fand man heraus, dass das Tier schnell den Unterschied zwischen Attrappen und echter Beute heraus hatte. Ausserdem passt der Fisch die Wassermenge der Grösse seines potentiellen Opfers an.

Aber genug der Worte, betrachten wir ein Video mit dem eindrucksvollen Spektakel.

Der Flugkünstler und seine Landeprobleme

06. April 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Albatrosse können noch bei starkem Sturm ohne Probleme manövrieren und sind wahre Meister der Lüfte. Ihre Flügelspannweite kann bis zu dreieinhalb Meter erreichen und ist somit die grösste Spannweite aller lebenden Vögel.

Jedoch haben Albatrosse eine Menge Probleme. So können sie beispielsweise nicht abheben, wenn die Windgeschwindigkeit unter 12 km/h liegt. Ihre wahre Achilles Sehne liegt jedoch beim starten und landen auf festem Boden.

Während die Starts zwar kompliziert sind und auch mal missglücken, kann es bei Landung zu Überschlägen kommen die sogar tödlich enden können. Zum Glück gehen die meisten dann doch eher glimpflich aus. Im Wasser haben Albatrosse im Übrigen keine Probleme mit den Flugmanövern.

Die Jungfernzeugung am Beispiel der Honigbiene

05. April 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Diese Art der Fortpflanzung kennzeichnet sich durch eine ganz besondere Eigenschaft. Die Parthenogenese ist die Zeugung von Nachkommen, ohne die Befruchtung von Eizellen. Das heisst nichts anderes, als das ein weibliches Individuum ohne je Kontakt zu einem Männchen zu haben, Nachwuchs reproduziert.

Durch Hormone werden die unbefruchteten Eier des Weibchens als befruchtet wahrgenommen und beginnen sich zu teilen. Hierbei entstehen natürliche Klone des Muttertiers. Die Parthenogenese findet man bei zahlreichen wirbellosen Tieren und sehr viel weniger bei Wirbeltieren.

Die Honigbiene ist ein gutes Beispiel für Parthenogenese. Wenn ein Bienevolk eine gewisse Grösse erreicht hat, dann spaltet sich im Frühjahr ein Teil des Stockes ab und fliegt mit der Königin davon. Zuerst bilden sie eine Art Notnest, ehe sie einen geeigneten neuen Unterschlupf gefunden haben.

Der zurückgebliebene Teil des Bienenstockes gleicht in dieser Zeit einer Kampfzone. Die Königinnenanwärterinnen kämpfen bis zum Tod, bis schliesslich nur noch eine übrig ist die den Stock übernehmen kann. Die neue Königin fliegt mit den Drohnen zum Hochzeitsflug aus, wobei sie sich mehrfach paart. Die männlichen Bienen sind nur zu einer Begattung fähig, dann sterben sie.

Nachdem die Königin ihre Samenblase gefüllt hat, kehrt sie zurück in ihren Stock. Sie wird nun den Rest ihres Lebens (vier bis fünf Jahre) die Eier mit diesem Vorrat befruchten. Die restlichen Drohnen des Stockes werden nun in der so genannten „Drohnenschlacht“ vertrieben und sterben kurz darauf, da sie sich nicht selber ernähren können.

Bis dahin ist ausser der Samenblase nichts Aussergewöhnliches am Ganzen. Im kommenden Frühjahr jedoch vollzieht sich die Parthenogenese und aus den unbefruchteten Eiern entstehen die neuen Drohnen. Nur die weiblichen Bienen sind ehemalige befruchtete Eier.

Das folgende Bild zeigt links zwei weibliche Bienen und rechts eine Drohne.

(Quelle: http://www.sonnentaler.net/dokumentation/wiss/biologie/weiter/ungeschlechtliche-fortpflanzung.html)

Ja wahrlich mag uns die Natur immer wieder erstaunen!

Der Blobfisch

04. April 2010 | 1 Kommentar | Tiere

Dieses kuriose Tier irritiert mich schlichtweg mit seinem Aussehen. Sein eigentlicher Name lautet Psychrolutes marcidus und er lebt in der Tiefsee des Südwestpazifiks. Er besitzt keine Schwimmblase wie das sonst bei Fischen üblich ist, sondern nutz seine nur geringfügig höhere Dichte als Auftrieb.

Viel ist noch nicht bekannt über das Tier, allerdings scheint es vom Aussterben bedroht zu sein.

(Quelle:  http://www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/artikel/bildergalerie_einblick_in_die_tiefsee-1/ansicht/bild/8/)

(Quelle: http://smackamack.wordpress.com/2009/03/22/animal-of-the-week-blobfish/psyphrthree/)

Faszinierende Tiefsee, nicht?

Dinge die ich nie kaufen würde

03. April 2010 | Keine Kommentare | Dinge die ich mir nie kaufen würde, Wirres Zeug

Heute: Das Rasierbaby

Nun der Titel sollte eher heissen, Dinge die ich nie meinem Kind kaufen würde. Welchen pädagogischen Nutzen ein Rasierbaby haben soll entzieht sich mir völlig. Abgesehen davon, welches Baby braucht denn eine Rasur?!

(Quelle: http://www.buzzfeed.com/edithzimmerman/you-can-shave-the-baby-y7)

Nachdem ich mich zu Ende gewundert habe, ging ich auf die Suche nach dem Hersteller dieses Produktes. Man möchte ja wissen, wer sich so ein Schwachsinn ausdenkt. Nach kurzer Recherche war dann klar, dass ich mich umsonst gesorgt hatte. Das Rasierbaby ist ein Kunstprodukt des Künstlers Zbigbiew Libera, der gerne mit schockierenden Aktionen auf sich aufmerksam macht.

Hier noch der Link zum Künstler: http://www.raster.art.pl/gallery/artists/libera/libera.htm

Harmony Land

02. April 2010 | Keine Kommentare | Wirres Zeug

Ich mag Katzen, aber nicht Hello Kitty. Obschon mit dieser Mieze aufgewachsen, konnte ich nie einen Draht zu diesem Merchandising Produkt finden. Während hier der Hype mal stärker und mal schwächer ist, bleibt er in Japan ungebrochen.

Das ist vermutlich auch der Grund warum es einen Vergnügungspark gibt in dem vor allem Hello Kitty vorkommt. Für mich eine gruselige Vorstellung, aber wem es gefällt kann ich da nur viel Vergnügen wünschen.

(Quelle: http://www.japan-hopper.com/2007/12/15_041235.php)

Hier noch der Link zu einem englischsprachigen Blog, der Harmony Land erkundete;

http://www.themeparkreview.com/harmonyland/harmonyland1.htm

Die Kronenfangschrecke

01. April 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Hier fällt es mir schwer nicht ins Schwärmerische zu driften, denn ich finde dieses Tier unglaublich schön und bewundernswert. Sonst bin ich nicht der ausgezeichnete Insektenfan, aber hier mache ich gerne eine Ausnahme.

Kronenfangschrecken werden umgangssprachlich auch Orchideenmantis genannt, was aber zu Verwirrungen führen kann da noch einige andere Schrecken so genannt werden. Ihr „Zweitname“ gibt jedoch mehr Aufschluss über die Besonderheit dieses Tieres. Sie sieht wirklich aus wie eine Orchidee!

(Quelle: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/5265233)

Ist dieses Tier nicht bemerkenswert schön? Und ist es nicht faszinierend wie gut es sich anpassen kann?

Zum Ende keine Schwärmereien mehr sondern ein paar interessante Fakten zu diesem Insekt. Die Kronenfangschrecke beginnt früh mit der Mimikry. Schon nach der ersten Häutung bedienen sie sich der Täuschung, dann jedoch als „Ameisendoubles“ um nicht als unfreiwilliges Futter zu enden.

Ihre Tarnung ist auch nützlich für den Beutefang. Der kleine schwarze Punkt am Hinterteil wird von Fliegen oft als Artgenosse missinterpretiert. Aber auch ohne dieses Detail fällt es den Beutetieren schwer die Mantis zu erkennen.

Die Männchen sind nur etwa halb so gross wie die Weibchen, welche eine Grösse von bis zu 60 Millimetern erreichen können. Die Paarung ist auch hier ein nicht ungefährliches Unterfangen für die männlichen Tiere, was ja häufig bei Schrecken vorkommt.

Kronenfangschrecken werden gerne in Terrarien gehalten, aber es sollte erwähnt werden, dass sie die am schwierigsten zu haltenden Mantiden  sind und deshalb keinem Laien überlassen werden sollten.