05. April 2010 | Keine Kommentare | Tiere
Diese Art der Fortpflanzung kennzeichnet sich durch eine ganz besondere Eigenschaft. Die Parthenogenese ist die Zeugung von Nachkommen, ohne die Befruchtung von Eizellen. Das heisst nichts anderes, als das ein weibliches Individuum ohne je Kontakt zu einem Männchen zu haben, Nachwuchs reproduziert.
Durch Hormone werden die unbefruchteten Eier des Weibchens als befruchtet wahrgenommen und beginnen sich zu teilen. Hierbei entstehen natürliche Klone des Muttertiers. Die Parthenogenese findet man bei zahlreichen wirbellosen Tieren und sehr viel weniger bei Wirbeltieren.
Die Honigbiene ist ein gutes Beispiel für Parthenogenese. Wenn ein Bienevolk eine gewisse Grösse erreicht hat, dann spaltet sich im Frühjahr ein Teil des Stockes ab und fliegt mit der Königin davon. Zuerst bilden sie eine Art Notnest, ehe sie einen geeigneten neuen Unterschlupf gefunden haben.
Der zurückgebliebene Teil des Bienenstockes gleicht in dieser Zeit einer Kampfzone. Die Königinnenanwärterinnen kämpfen bis zum Tod, bis schliesslich nur noch eine übrig ist die den Stock übernehmen kann. Die neue Königin fliegt mit den Drohnen zum Hochzeitsflug aus, wobei sie sich mehrfach paart. Die männlichen Bienen sind nur zu einer Begattung fähig, dann sterben sie.
Nachdem die Königin ihre Samenblase gefüllt hat, kehrt sie zurück in ihren Stock. Sie wird nun den Rest ihres Lebens (vier bis fünf Jahre) die Eier mit diesem Vorrat befruchten. Die restlichen Drohnen des Stockes werden nun in der so genannten „Drohnenschlacht“ vertrieben und sterben kurz darauf, da sie sich nicht selber ernähren können.
Bis dahin ist ausser der Samenblase nichts Aussergewöhnliches am Ganzen. Im kommenden Frühjahr jedoch vollzieht sich die Parthenogenese und aus den unbefruchteten Eiern entstehen die neuen Drohnen. Nur die weiblichen Bienen sind ehemalige befruchtete Eier.
Das folgende Bild zeigt links zwei weibliche Bienen und rechts eine Drohne.

(Quelle: http://www.sonnentaler.net/dokumentation/wiss/biologie/weiter/ungeschlechtliche-fortpflanzung.html)
Ja wahrlich mag uns die Natur immer wieder erstaunen!