Archiv für Mai, 2010

Unterirdische Kohlebrände

31. Mai 2010 | Keine Kommentare | Allgemein

Kohlebrände sind ein globales Problem, besonders in den Kohlefördergebieten. Sie können sowohl durch spontane Selbstentzündung entstehen, wie auch durch Unfälle. Einmal entzündet sind sie nur schwer zu löschen und geraten leicht ausser Kontrolle. Unterirdische Kohlebrände werden deshalb auch umgangssprachlich ewige Feuer genannt.

Das Problem mit den Kohlebränden ist, dass sie auch Jahre nach Entstehung noch Schäden unter und über der Erde verursachen können und das auch wenn sie nur noch glimmen. So hat ein seit 1910 vor sich hinglimmender Kohleflözebrand in Colorado jüngst einen Waldbrand ausgelöst.

Einer dieser tragischen Fälle ist die Stadt Centralia in Pennsylvania, die wegen eines solchen Brandes zur Geisterstadt wurde. Seit 1962 brennt dort ein unterirdisches Kohlefeuer, was die Einwohnerzahl auf 20 Personen schrumpfen liess. Man hatte zwar versucht, dem Brand Herr zu werden, aber bisher konnte man das Feuer nicht einmal eindämmen. Immer wieder gingen Häuser aus dem nichts in Flammen auf, was die Bewohner schliesslich zum gehen veranlasste.

Überall wo Kohlreserven liegen besteht aufgrund der erwähnten Selbstentzündung die Gefahr für Kohlebrände. Ihnen wird auch eine Komponente an der globalen Erwärmung zugeschrieben.

(Quelle: http://alighttable.blogspot.com/2009/01/centralia-pa.html)

Schweinehybriden

30. Mai 2010 | Kommentare deaktiviert | Tiere

Selten kommt es zu einer Zusammenkunft zwischen Wildschweineber und Hausschwein. Besonders bekannt ist eine Hybridschweinedame namens Flora, die in den späten Neunziger Jahren Medienberühmtheit erlangte.

Das Schwein war sehr zutraulich bis es selbst Junge bekam. Der Vater war wiederum ein Wildschwein. Flora änderte ihr Wesen nach der Geburt ihrer Ferkel und war kaum noch zutraulich.

(Quelle: http://www.uni-leipzig.de/~mielke/4tiere/4tiere.htm)

Der Grolar oder Pizzly

29. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Grolar und Pizzly sind Kreuzungen zwischen Grizzlybär und Eisbär. In der kanadisch-arktischen Zone wurden schon wild lebende Exemplare gesichtet.

2006 schoss ein Jäger, in der Annahme es sein ein Eisbär, einen Pizzly. Er hatte für die Polarbären eine Lizenz, nicht aber für das Hybridtier, dass alsbald Aufmerksamkeit erregte. Per DNA Test wurde dann bestätigt, dass es sich im ein Mischtier handelte.

2010 wurde festgestellt, dass immer mehr Grizzly’s in das Territorium der Eisbären einwandern. Vermutlich wird dies durch den Klimawandel begünstigt. So wird es wohl zu noch mehr Verpaarungen kommen.

Im Zoo Osnabrück kamen 2004 zwei Grolare zur Welt, Männchen und Weibchen. Von den physischen Merkmalen her waren sie eine Mischung zwischen ihren beiden Elternteilen. Ihr Verhalten glich aber eher denen eines Eisbärens.

(Quelle: http://www.zoo-osnabrueck.de/galerie/suchergebnis.php?id=926&rid=52)

Die Geissblattmade

28. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Ich mag Maden nicht besonders, ihre pulsierenden Bewegungen lösen in mir einen unglaublichen Ekel aus. Aber man überwindet sich ja gerne, wenn es um etwas so interessantes geht wie eine Hybridisierung made by Nature.

Vor etwa 250 Jahren mischte sich Rhagoletis mendax und Rhagoletis zephyria und es entstand eine neue Art der Bohrfliegenart. Es ist eine der wenigen dokumentierten Fälle in denen es durch natürliche Hybridbildung zu einer neuen Art kam.

Wolfhunde und Wolfsmischlinge

27. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Zu Beginn einige Erklärungen; Wolfhunde sind Hunderassen (wie z.B. der Tschechoslowakische Wolfhund siehe Bild) bei denen in jüngster Zeit Wölfe eingekreuzt wurden. Diese Tiere zeigen unterschiedlich ausgeprägtes Wolfsverhalten, wie zum Beispiel die Scheu vor Menschen. Sie sind nicht einfach zu halten und garantiert keine Anfängerhunde. Einfach gesagt, es ist kein Stubenwolf! Jedoch sind sie anerkannte Hunderassen und ihr Verhalten lassen sich leichter einschätzen als bei Wildkreuzungen.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Wolfshunde sind Hunde die Wölfe jagen (z.B. der irische Wolfshund).

(Quelle: www.wikipedia.org)

Wolfsmischlinge sind Kreuzungen zwischen Haushund und Wolf. Hierbei handelt es sich um einen nicht unbedenklichen Trend, der aus Amerika rüberschwappte. Diese Tiere stehen in den meisten Ländern unter Artenschutz und bedürfen einer besonderen Genehmigung um sie zu halten.

Auch ist es schon zu tragischen Zwischenfällen mit Menschen (insbesondere Kindern) gekommen. Ein solches Tier zu halten ist um ein vielfaches Schwieriger als beim normalen Haushund. Sie können bisweilen sehr stur sein und lassen sich nur schwer von einer aufgenommen Fährte abbringen. Ihre oft beschrieben Zerstörungswut, liegt nicht zuletzt daran, dass sie gerne Höhlen bauen und buddeln. Ihre Schlauheit macht sie zu wahren Fluchtkünstlern.

Wolfshybriden binden sich stark an den Menschen der sie besitzt. Wenn dann durch Überforderung das Tier abgegeben wird, kann man sie jemand neuem zuordnen. Leider müssen deswegen auch Wolfshybriden eingeschläfert werden.

(Quelle: http://www.wolfsliebe.de/120-0-galerie.html?hassoCat=51&hassoPic=2257)

Andere Mischformen

Als ich das erste Mal von einem Puwo hörte, musste ich unwillkürlich grinsen. Hierbei handelt es sich um eine Mischform zwischen Pudel (Mutter) und Wolf (Vater). Auch die umgekehrte Mischform wurde schon gezüchtet. Natürlich werden keine kleinen Schosshündchen mit Wölfen verpaart, es handelt sich hierbei um eine Züchtung mit dem Königspudel, der dann doch eine beachtliche Grösse erreicht.

Die Wölfe und Pudel wurden gemeinsam gehalten und es kam zu natürlichen Verpaarungen. Die Tiere wurden nur zu Studienzwecke gezüchtet, jedoch war keines der Abgegebenen Exemplare problematisch in seinem neuen zu Hause. Ebenfalls zu Studienzwecken wurden Kojoten und Schakale mit Pudeln verpaart. Zum Abschluss noch ein Bild von Puwos. Sehen nett aus, nicht?

(Quelle: http://www.grosspudel.at/wolf.html)

Der Wolphin

26. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Eine Kreuzung zwischen einem grossem Tümmler und einem kleinen Schwertwal (der eigentlich zu der Familie der Delfine zählt) ergibt einen Wolphin (Wale + Dolphin). Die zwei in Pakrs gehaltenen Wolphine leben in Hawaii. Hierbei handelt es sich um ein Muttertier das bereits ein Wolphin war und ihr Junges, dessen Vater ein grosser Tümmler ist. Das Jungtier übertrifft bereits jetzt gleichaltrige, reinrassige Delfine in der Grösse. Diese Art Hybride wurde auch schon in freier Wildbahn gesichtet.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Hybride Huftiere

25. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Maulesel und Maultier

Der wohl bekannteste Vertreter hybrider Tiere ist der Maulesel, welcher eine Mischung zwischen Pferdehengst und Eselsstute darstellt. Die umgekehrte Kreuzung, also Eselshengst und Pferdestute, wird Maultier genannt. Die Männchen sind immer unfruchtbar, selten kommen fruchtbare Stuten zur Welt. Sie werden vorzugsweise als Zugtiere genutzt. Das Wort Maul kommt vom lateinischen Mulus, was Mischling / Mischtier bedeutet.  Das erste Bild zeigt einen Maulesel, das Zweite ein Maultier.

(Quelle: www.wikipedia.org)

(Quelle: www.wikipedia.org)

Schiege

Die Schiege ist ein Hybride aus Schaf und Ziege. Was sie zu einem echten Wunderwesen macht, ist dass die Elterntiere unterschiedlichen Gattungen angehören. Meist kommt es zu einem Frühabort. Die ausgewachsenen Tiere waren bisher alle unfruchtbar.

(Quelle: http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-gallery.aspx?cp-documentid=149940086&page=1)

Cama

Kamele und Dromedare lassen sich ohne Probleme kreuzen und zeugen dabei auch fruchtbare nachkommen. Ein Kamel und ein Lama hingegen ist da schon ein anderer Fall. Hier ist Wissenschaft und Technik gefordert, eine Hybride entsteht durch künstliche Befruchtung des Muttertieres. Forscher wollen somit die ursprüngliche Rasse züchten, aus der einst Kamele und Lamas entstanden sind.

(Quelle: http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-gallery.aspx?cp-documentid=149940086&page=6)

Zorse & Zesel

Den Schluss machen die Hybriden aus Zebra und Pferd (Zorse), sowie Zebra und Esel (Zesel). Auch diese sind in den meisten Fällen steril.

Zorse werden wegen ihrer robusten Gesundheit und ihrer Genügsamkeit geschätzt. Ihre Fellfärbung ist in jedem Fall ein Unikat.

Der Zesel kommt gelegentlich in Südafrikanischen Gegend natürlich vor, wo sich die Gebiete von Zebra und Esel überschneiden.

Ersteres Bild zeigt ein Zorse, das Zweite ein Zesel.

(Quelle: http://www.geekologie.com/2007/06/zorse_is_half_zebra_half_horse.php)

(Quelle: http://weltderwunder.de.msn.com/mensch-und-natur-gallery.aspx?cp-documentid=149940086&page=3)

Hybride Tiere

24. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Ein hybrides Tier entsteht durch die Kreuzung zweier unterschiedlicher Arten wie zum Beispiel beim dem Schaf und der Ziege (so genannte Schiege). Auch wenn es unglaublich erscheint, ein solches Mischwesen kann auf natürlichem Weg entstanden sein. So wurden schon Kreuzungen von Leoparden und Tigern in freier Wildbahn beobachtet. Meist sind die Jungtiere solcher Kreuzungen von einem Gigantismus betroffen und sind unfruchtbar.

Eine kleine Begriffsdefinition ist hier noch angebracht. Nicht immer kann in eigentlichem Sinn von Hybriden gesprochen werden, da dies eigentlich die Kreuzung zweier unterschiedlichen Arten beinhaltet. Dies ist oft bei Pflanzen der Fall. Der Begriff Mischling ist eher zutreffend. Bastard würde auch stimmen, aber ich finde den Ausdruck zu negativ. Sicherlich sind solche Züchtungen fraglich, aber das Tier an sich kann ja nichts dafür. Deswegen werde ich entweder von Hybriden oder Mischlingen sprechen, da sich diese Ausdrücke durchgesetzt haben.

Ich möchte die Wochenserie gerne mit den Katzenhybriden beginnen. Da gibt es nämlich einige hochinteressante Vertreter.

Hybride Katzen

Den Anfang machen die ganz Grossen; die Liger (Löwe und Tigerin) und die Tigons (Tiger und Löwin). Diese Mischform der beiden Grosskatzenarten kommt nicht in freier Wildbahn vor, da sich ihre Lebensbereiche nicht überschneiden.

Liger sind oft grösser als ihre Elternteile, was sie zu den grössten Katzen der Welt macht. Der Grösste der Grossen ist Hercules, mit 3.3 Metern Länge und 400 Kilogramm Gewicht. Damit schaffte er es sogar ins Guiness Buch der Rekorde. Liger stellen keine eigene Art dar, da die Männchen unfruchtbar sind und somit keine eigene Linie entstehen kann. Weibliche Tiere sind jedoch meist fertil, was Dreiviertelmischungen möglich macht. Eine Schwangerschaft mit Ligerbabys kann für ein Tigerweibchen gefährlich werden, die Grösse der Föten sogar einen Kaiserschnitt notwendig machen.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Der Tigon ist meist kleiner als seine Eltern und weist eine hohe Fötensterblichkeit auf. Auch hier gelangen Kreuzungen mit weiblichen Mischtieren. Wenn man die beiden Bilder der jeweiligen Mischlinge betrachtet, kann man deutlich die Unterschiede erkennen.

(Quelle: http://oraculadorprecoz.wordpress.com/2009/04/16/ligres-tigones-todos-quieren-ser-los-campeones/)

Liger und Tigon besitzen eine einigermassen normale Lebensspanne. Jedoch wurde bei ihnen vermehrt Krebs beobachtet. Aufgrund der wenigen Mischlinge sind gesicherte Befunde jedoch kaum möglich.

Weitere Katzenhybride

Es gibt unzählige Hybridmöglichkeiten bei Grosskatzen. Alle hier aufzuzählen wäre langwierig und auch etwas fad. Deswegen nur ein paar ausgewählte Beispiele.

Der Pumapard ist ein Mischling zwischen Puma und Leopard, der oft von Zwergenwuchs betroffen ist. Meist werden die Tiere nicht einmal halb so gross wie ihre Eltern.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Der Leopon ist eine Mischung aus Leopard und Löwin. Dabei wird das Jungtier so gross wie Löwen hat aber die Kletterfähigkeit der Leoparden. Eine Zeit lang wurden die Tiere gezielt gezüchtet, jedoch wurde mit dem Tod des letzten Leopons 1985 dieses Programm eingestellt. Es war unter Zoologen wegen seines Nutzens in Verruf geraten.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Hybride Hauskatzen

Eine spezielle Form der Mischlinge stellen die Hauskatzen dar, die wilde Artgenossen eingekreuzt haben. Ein Beispiel dafür ist die Bengal-Katze, welche eine Kreuzung zwischen der wilden asiatischen Leopardenkatze und einer kurzhaarigen Hauskatze darstellt.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Ihre wilde Einkreuzung sieht man auch deutlich den Savannah Katzen an. Hierbei wurde ein Serval, eine afrikanische mittelgrosse Wildkatze mit einer Hauskatze gepaart. Savannahs sind sehr intelligente Tiere, welche, sobald ausgewachsen, den normalen Hauskatzen überlegen sein können. Savannahs können aus dem Stand zwei Meter hoch springen. Ihr Gemüt ist freundlich und sie kommen gut mit Kindern aus.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Zum Abschluss noch ein Video von Hercules dem Rekordliger. In diesem werden auch einige Hybridarten gezeigt, die im Verlaufe der Woche noch auf dieser Seite auftauchen werden.

Riesenquallen

23. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Nachdem ich einmal im Urlaub Kontakt mit einer kleinen Qualle aufgenommen habe, weiss ich dass wir nie beste Freunde werden. So was tut nicht nur weh, sondern kann auch sehr gefährlich werden. Dennoch faszinieren mich die Tiere ungemein.

Das heutige Exemplar ist ein wahrer Koloss. Die Nomura-Qualle kann einen Durchmesser von zwei Metern erreichen und Tentakeln von fünf Metern Länge entwickeln. Sie bringen dabei ein Gewicht von 200 Kilogramm auf die Wage. Ihr Vorkommen scheint sich zu vergrössern, jedenfalls haben japanische Fischer so ihre Probleme mit den Tieren.

Giftig sind sie eigentlich nicht, es sind vereinzelte Fälle von Lungenödemen aufgetreten. Bei Berührung sind jedoch starke Schmerzen die Folge.

(Quelle: http://www.blackdivers.at/tauchclub/node/246)

Das Klopf Schloss

22. Mai 2010 | Keine Kommentare | Technik

Na da hat sich ja mal jemand Gedanken gemacht und die dann auch prompt umgesetzt. Solchem Erfindergeist gebührt Ehre.