Archiv für Mai, 2010

Die Riesenmuschel

11. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Um die so genannte Mördermuschel ranken sich seit jeher Mythen und Legenden. Sie würde nach Lebendigem schnappen und sie unter Wasser halten, bis ihre Opfer ersticken. Alles Ammenmärchen, tatsächlich schnappt die Muschel recht langsam zusammen. Der bisher einzig bekannte Todesfall ereignete sich dann auch mehr aus den Umständen denn wegen des mörderischen Potential der Muschel.

Ein Perlentaucher wurde mit einer eingeklemmten Hand in einer Mördermuschel gefunden. Sein Griff nach der darin enthaltenen Perle hatte tödliche Folgen…

Der Mythos der mörderischen Muschel kommt wohl daher, dass sie die grösste ihrer Art ist. Riesenmuscheln werden bis zu 140 cm lang und 500 Kilogramm schwer. Riesenmuscheln sind vom Aussterben bedroht, man versucht nun durch gezielte Züchtungen die Art zu erhalten.

(Quelle: http://www.kowoma.de/reiseberichte/images/malediven2003/113-1357.jpg)

Lotus-Füsse

10. Mai 2010 | Keine Kommentare | Menschen

Dass der Schönheitswahn kein Phänomen der Neuzeit ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Im alten China war es beispielsweise Tradition, jungen Mädchen die Füsse abzubinden, damit sie möglichst klein blieben. Dieser verkrüppelte Fuss wurde dann Lotus- oder Lilienfuss genannt. Es galt als Zeichen des Wohlstandes, denn nur arme Bauerntöchter, welche zu Feldarbeit gebraucht wurden, hatten ungeschnürte Füsse.

Natürlich kann ein Fuss nicht einfach so abgebunden werden. Die Prozedur die zu den Lotusfüssen führte, war langwierig und sehr schmerzhaft. Im Alter zwischen fünf und sieben Jahren begann man damit. Zunächst wurden die Füsse in eine Flüssigkeit aus Kräutern und Tierblut getaucht. Die Zehennägel wurden ganz kurz geschnitten, damit das Risiko des Einwachsens von Nägeln gemindert werden konnte. Nachdem man die Füsse massiert hatte, brach man die Zehen mit einem Stein und band sie ausser dem Grossen unter die Fusssohle. Alle zwei Tage wurden die Bandagen erneuert, damit sich der Fuss „formen“ konnte.

Nach einer „erfolgreichen“ Bandagierung war es den Mädchen und Frauen nicht mehr möglich weite Strecken zu gehen. Das Beste was einem bei dieser Prozedur passieren konnte, war das abstreben des Fusses, das dies weitere Schmerzen verhinderte. Oftmals wurde dies durch beigeben von Porzellanscherben und Würmern gefördert.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Der damaligen Zeit entsprechend hatte die Frau dem Mann untergeordnet zu sein. Sie sollte nach der Heirat auch möglichst wenig das Haus verlassen. Durch ihre eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit, war dies gewährleistet. Reichere Frauen liessen sich in Sänften umhertragen.

Kleine Füsse galten erotisch, der Gang der Frauen ähnelt dem den man auch auf Stöckelschuhen beobachten kann. Die wippenden Hüften sollten die Oberschenkel stärken und die Vagina verengen.

Mit dem zunehmendem Bedarf von Arbeitskräften durch die Industrialisierung, geriet auch der Brauch des Füssebindens immer mehr in Verruf. 1911 verbot die Republik China das Abbinden. Bis 1930 wurde die Tradition aber mit Abnehmender Tendenz weitergeführt. Unter Mao Zedong wurden Frauen mit Lotusfüssen dann auch bestraft.

1988 schloss die letzte Fabrik, die die Spezialschuhe für die Frauen mit Lotusfüssen herstellte. Dennoch kann man noch heute ältere Frauen sehen, welchen die Füsse abgebunden wurden.

(Quelle beider Bilder: http://fareus.wordpress.com/2009/06/30/das-leiden-der-frauen-china/)

Dinge die ich nie kaufen würde

09. Mai 2010 | Keine Kommentare | Dinge die ich mir nie kaufen würde, Wirres Zeug

Heute: Das anatomisch korrekte Schokoherz

Engländer haben bisweilen einen makabren Humor. Das zeigt sich auch in diesem vermutlich sehr leckeren, aber nicht gerade appetitlich aussehendem Herz.

In der Beschreibung wird einem nahe gelegt, dass dies ein wunderbares Geschenk für Kardiologen, Studenten oder Pathologen sei. Oder auch als Valentinstagsgeschenk für Gothiker…

Toll auch die Anmerkung, dass es nun in schwarzer Schoki erhältlich ist. Aufgepasst Freunde des Makaberen, für umgerechnet etwa 29 SFr. oder 20 Euro ist dieses leckere Schokoherzchen euers.

(Quelle: http://pushindaisies.com/candypress/Scripts/default.asp)

Der Eierautomat

08. Mai 2010 | Keine Kommentare | Technik

Japan ist das Land der Automaten, dass ist weithin bekannt. Ein besonderer seiner Art ist wohl der Eierautomat. Anschaulich auf dem folgenden Video dargestellt.

Südliche Grünmeerkatzen

07. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Diese Primatenart ist in Teilen Afrikas beheimatet und lebt in Gruppen von bis zu fünfzig Tieren. Die Tragezeit eines Weibchens beträgt rund 165 Tage, ehe sie meist ein Junges zur Welt bringt. Die Männchen beteiligen sich nicht an der Aufzucht, jedoch die andern weiblichen Sippenmitglieder.

Auffallend sind die Genitalien der Männchen, der Hodensack ist meist leuchtend blau, der Penis rot. Vermutlich ein Signal für gute Fruchtbarkeit.

(Quelle: www.wikipedia.org)

Mimosa Pudica

06. Mai 2010 | Keine Kommentare | Pflanzen

Die Schamhafte Sinnpflanze oder Mimosa Pudica, fällt durch eine besondere Eigenschaft auf. Bei Berührung zieht sie ihre Blätter zusammen, was wohl auch zu ihrem deutschen Namen führte.

Bullet Express

05. Mai 2010 | 1 Kommentar | Wirres Zeug

Als ich das zum ersten Mal sah, bin ich vor lachen beinahe umgekippt. Das ist so was von absurd und unappetitlich… Abgesehen davon, dass sich die Macher ja nicht mal die Mühe geben das Endergebnis so aussehen zu lassen wie das was da aus dem komischen Mixer kam.

Amüsant ist es aber allemal und deshalb will ich diesen Leckerbissen niemandem vorenthalten.

Das Angorakaninchen

04. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Diese Kaninchenrasse ist für ihr kuscheliges Fell bekannt. Dieses braucht regelmässige Pflege und um Missverständnissen vorzubeugen, die folgenden Fotos stammen von sehr gut gepflegten Tieren die kurz vor Schur stehen.

Angorakaninchen produzieren nämlich sehr viel Wolle, wirklich sehr sehr viel…

(Quelle beider Bilder: http://scienceray.com/biology/zoology/english-angora-rabbit-isnt-he-fluffy/)

Ich verstehe nicht wie man bei der Menge Fell noch was sieht… ich würde vermutlich andauernd in die Wand donnern…

So und nun ein Bild eines Tieres, dass seiner Wolle „beraubt“ wurde (was im übrigen so vier Mal im Jahr passiert).

(Quelle: http://www.kleintierzucht-mezoe.de/html/scheren.html)

Die Seewespe

03. Mai 2010 | Keine Kommentare | Tiere

Chironex fleckeri, besser bekannt als Seewespe, ist eine weit gefürchtete Quallenart. Ihr Gift ist äusserst potent und der Tod kann innerhalb weniger Minuten eintreten, wenn man keine Notfallmassnahmen ergreift.

Die Nesseln bleiben meist nach dem Kontakt haften und sollten unter keinen Umständen weggespült oder gar abgerissen werden. Hierbei werden weiter grosse Mengen Gift abgesondert. Das spülen mit Essig wird seit den achtziger Jahren praktiziert und zeigt sich als äusserst erfolgreich.

Die Wunden die eine Seewespe verursacht sind sehr schmerzhaft, da sich ihr Toxin durch alle Hautschichten ätzt. Nach einem Kontakt mit der Qualle bleibt ein Leiterförmiges Muster zurück. Jährlich werden mehr Menschen durch Seewespen getötet als durch den weissen Hai!

(Quelle: http://home.snafu.de/froebel/tauchen/schrecken/wuerfelquallen.html)

Trotz dessen das die Seewespen so giftig sind, wurden sie erst 1948 entdeckt und beschrieben. Sie gehören der Gattung der Würfelquallen an und sind die schnellsten Schwimmer ihrer Art. Bis zu neun Kilometern schaffen die Tiere in der Stunde. In den bis zu drei Meter langen Tentakeln enthalten die Nesselnzellen Gift, das 200 Menschen den Tod bringen könnte. Ihre Schwimmglocke kann einen Umfang von 30 Zentimetern erreichen.

Der Chironex fleckeri bedeutet wörtlich Mordende Hand.

Das Kleine Levin Syndrom

02. Mai 2010 | 1 Kommentar | Krankheit, Menschen

Dieses Syndrom ist äusserst selten und bedeutet eine grosse Belastung für die Erkrankten. Das Hauptsymptom hierbei ist das unregelmässig wiederkehrende übermässige Schlafbedürfnis. Die Betroffenen schlafen zwischen 50 und 80 Stunden ohne Wachphase. Man kann sie zwar wecken, jedoch fallen sie sofort wieder in den Schlaf.

Die Anfälle können innerhalb weniger Monate mehrmals auftreten. Es gibt allerdings auch Berichte, dass Betroffene mehrere Jahre zwischen zwei Schlafperioden hatten. Während dieser symptomfreien Zeit, können die Erkrankten ein normales Leben führen.

Alkohol und Infektionen können Auslöser für das Kleine Levin Syndrom sein. Seltener kann auch ein Schädel Hirn Trauma die Schlafperioden verursachen.

Während einer akuten Schlafperiode kann es zu Fressattacken, Hypersexualität und Beeinträchtigungen der sozialen Interaktionen kommen. Denn Namen hat das Syndrom von seinen „Entdeckern“ Wili Kleine und Max Levin.