Die Blattschneiderameisen und ihre Pilzgärten

21. Juni 2010 | Keine Kommentare | Natur, Tiere |

Ameisen sind an sich schon bewundernswerte Wesen, nicht nur das sie das Vielfache ihres eigenen Körpergewichts stemmen können, auch der komplexe Aufbau ihres Nestes und die sozialen Strukturen die darin herrschen sind bemerkenswert genial.

Die Blattschneiderameise kann noch mit einer anderen Besonderheit aufwarten. Diese Tiere bauen in ihren Nestern Pilze an! So entstehen regelrechte Gärten, die von den Tieren bewirtschaftet und gepflegt werden. Meist sind mehrere Kammern mit Schimmelpilzen angelegt, welche durch ein komplexes System am Leben erhalten werden.

Zunächst wird der Nährboden bereitgestellt, worauf sich dann der Pilz bildet. Von nun an hegen sie ihre Futterquelle, versorgen ihn mit frischem Blattwerk und sorgen dafür, dass er möglichst nicht von einem anderem Schimmler angefallen wird. Abgestorbene Pilze oder Teile davon kommen in eine der Abfallkammern, die auch für tote Ameisen genutzt werden.

Doch warum das Ganze? Nun viele Blätter enthalten einen Giftstoff, der den Ameisen nicht besonders gut bekommt. Dem Pilz macht dies jedoch nichts aus, er verdaut die angebotene Nahrung problemlos. Die Ameisen wiederum ernähren sich vom Pilz, ohne ihn dabei zu zerstören.

(Quelle: http://www.schlossmuseum.at/upload/files/presse/Pfad%20des%20jaguars/Blattschneiderameisen.jpg)

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