Die Virtopsie

28. Juni 2010 | Keine Kommentare | Technik |

Und wer hat’s erfunden? Die Schweizer, besser gesagt die Berner. Bei der Virtopsy handelt es sich um eine virtuelle Autopsie. Mithilfe von Computer- und Magnetresonanztomographie wird ein dreidimensionales Bild der Leiche geschaffen. Nicht nur dass man dadurch Unfallgeschehnisse rekonstruieren kann, manche Ergebnisse sind sogar genauer.

Die Daten der Virtopsie können mühelos gespeichert werden, was das Analysieren von Ergebnissen noch Jahre nach der eigentlichen Arbeit ermöglicht. Das dreidimensionale Abbild lässt bessere Rückschlüsse zu, als ein ausgeführtes Protokoll des Gerichtsmediziners.

Dennoch kann die Virtopsie die Autopsie nicht komplett ablösen. In Bern wird sie oft als zusätzliche Methode angewandt, nicht zuletzt wegen der Möglichkeit die Bilddaten zu speichern.

Ein weiterer Vorteil der unblutigen Methode in einen Körper zu schauen ist, dass Menschen deren Konfession oder Überzeugungen es verbieten, den Körper nach dem Tod zu „beschädigen“ dennoch untersucht werden können.

Mittlerweile wird die Virtopsie in mehreren Ländern angewandt und etabliert sich zunehmend. Ein wunderbarer Fortschritt der Technologie.

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