Die Gottesanbeterin

16. August 2010 | Keine Kommentare | Tiere |

Als Kind war ich viel in Spanien und eines Tages begegnete ich einem dieser Insekten. Von Anfang an empfand ich Bewunderung für dieses besondere Tier. Ekel wäre mir nicht im Entferntesten in den Sinn gekommen, dafür war das alles viel zu spannend. Diese Faszination hält sich bis heute und wann immer ich eine Gottesanbeterin sehe, komme ich nicht umhin sie genau zu beobachten.

Gottesanbeterinnen gehören der Ordnung der Fangschrecken an. Die Weibchen werden 75 mm gross, die Männchen sind mit 60 mm deutlich kleiner und schlanker. Sie sind nicht nur grün, sondern können auch braun sein. In den Mittelmeerregionen kommen sie in verschiedenen Gefilden vor, in Deutschland sind sie sehr selten geworden und daher auf der Liste für bedrohte Arten. Sie bevorzugen Wärmezonen.

Ihr Paarungsritual ist bisweilen etwas speziell. Das Männchen schleicht sich an und springt dann dem Weibchen auf den Rücken. Dabei hält es sie für mehrere Stunden fest umschlossen, bis das Weibchen sich zu regen beginnt. Dann ist es Zeit zu flüchten. Wenn männliche Gottesanbeter gefressen werden, dann meist in dieser Situation. Ein Weibchen benötigt eine enorme Menge an Eiweiss und die wird recht gut durch den Gattenmord gedeckt. In Gefangenschaft kommt das Fressen des Männchens häufiger vor. Das Weibchen legt mehrere Eikokons ab, die jeweils 150 – 200 Eier enthalten.

Gottesanbeterinnen sind reine Fleischfresser. Sie fressen hauptsächlich Insekten, welche sie durch ihre hervorragende Tarnung leicht erbeuten können. Manchmal steigt ein zukünftiges Opfer gar über die Gottesanbeterin, die ihre Chance dann sofort zu nutzen weiss.

(Quelle: www.wikipedia.org )

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