13. September 2010 | Keine Kommentare | Crack the Myth
Mitte Juni 1950 geschah in New York merkwürdiges. Etwa um 23.15 erschien mitten auf einer Kreuzung beim Times Square ein desorientiert wirkender Mann. Passanten konnten im Nachhinein nicht sagen woher er gekommen war. Bevor jemand hätte helfen könne, wurde der Mann überfahren und dabei tödlich verletzt.
Auf den ersten Blick fiel auf, dass seine Kleidung wie aus dem 19. Jahrhundert wirkte. Bei der Leichenschau fand man weitere aussergewöhnliche Dinge. Es wurden alte Noten, Kupfermarken und dergleichen gefunden. Darunter auch eine Visitenkarte mit Name und Adresse.
Die Nachforschungen der Ermittler ergaben jedoch, dass ein Rudolph Fentz nicht in dieser Strasse wohnte. Fingerabdrücke halfen auch nicht weiter. Ein Blick in ein altes Telefonbuch von 1939 brachte dann einen Rudolph Fentz Junior zu Tage. Weitere Ermittlungen führten schliesslich zur Witwe Fentz Juniors, die davon zu berichten wusste, dass der Vater ihres Mannes 1876 mit 29. Jahren zu einem Spaziergang aufgebrochen war und von da an vermisst war.
Der leitende Ermittler Hubert Rhim suchte daraufhin die Vermisstenakte von Rudolph Fentz heraus. Die Beschreibung des Mannes und der Kleidung, dass Alter, alles passte. Ausserdem war der Fall nie gelöst worden. Rhim traute sich jedoch nicht, dass in den offiziellen Akten zu vermerken, da er fürchtete als Geisteskrank gebrandmarkt zu werden.
Soviel zu der Legende und jetzt bringen wir die Wahrheit mit ins Spiel. Alles an diesem urbanen Mythos ist Fiktion. Schöpfer der Geschichte ist ein Science Fiction Autor Namens Jack Finney, der sie im Rahmen einer Kurzgeschichtenerzählung geschrieben hatte.
Durch verschiedene Zeitungsberichte und das Internet geistert die Geschichte jedoch immer wieder durch die heimischen Wohnzimmer und hinterlässt einen wohligen Schauer…