26. September 2010 | 5 Kommentare | Menschen, Technik
Seit es Menschen gibt, gibt es auch den Traum von der Unsterblichkeit. In der Zeit der modernen Technik und ihrer Möglichkeiten, scheint dieser Wunsch so nah wie nie zuvor. Und doch ist es uns nicht möglich ihn zur gegebenen Zeit zu verwirklichen.
Doch wir werden es irgendwann sein, so glauben es zumindest die Menschen, die ihren toten Körper der Kryokonservierung anvertrauen. Sie lassen sich einfrieren und hoffen eines Tages wieder aufgetaut zu werden, wenn die Möglichkeit auf Wiederbelebung besteht.
Aber so einfach funktioniert das Ganze dann doch nicht. Man kann Lebewesen nicht einfach einfrieren und sie dann wieder auftauen. Die Eiskristalle die sich während des Gefrierprozesses bilden würden die Blutkörperchen platzen lassen und somit ein wiederbeleben unmöglich machen.
Solche Kristalle können sich allerdings nicht bei schnellem Einfrieren bilden. Flüssiger Stickstoff ist da das Zauberwort, die Körper werden in Behältern mit ebendiesem gelagert. Hierbei würde es 25 Millionen Jahre dauern bis ein solch gelagerter Körper verwest! Besondere Fürsorge erhält hierbei das Gehirn, das möglichst unbeschädigt die Prozedur überstehen sollte. Anderes Gewebe wird stärker geschädigt, aber man geht davon aus, dass dies dann in ferner Zukunft regeneriert werden kann (beispielsweise durch die Stammzellen).
Einige lassen aufgrund der Kosten und / oder Gewebeschäden nur ihr Gehirn (hierbei ist der ganze Kopf gemeint) einfrieren. Wie sie das Problem mit den fehlenden Körpern lösen wollen, driftet dann aber endgültig in den Science Fiction Bereich ab.
Momentan muss ein Mensch der sich der Kryokonservierung unterziehen möchte, in die USA überführt werden.
Einen Durchbruch erzielten 2004 russische Forscher, als es ihnen gelang eine Maus nach acht Monaten wieder aufzutauen und zu reanimieren. Das Tier überlebte zwar nur zwei Stunden, aber die Gewebeschäden waren auffallend gering. Das „Frostschutzmittel“ das sie verwendet haben, soll jetzt optimiert werden.
Erstaunlich was die Wissenschaft vermag…
Anmerkung:
Wie ich in meinem Impressum so schön schreibe, übernehme ich keine Haftung für Vollständigkeit. Wenn ich aber entdecke oder darauf aufmerksam gemacht werde, dass etwas falsch ist oder ähnliches, dann möchte ich das meinen Lesern nicht vorenthalten.
Die Geschichte mit der wiederbelebten Maus ist ein Fake. Ich bin in diesem Fall einer Ente aufs Korn gegangen.